Montag, 7. März 2016

Wenn aus dem Tiger eine zahnlose Hauskatze wird!

Zuerst die gute Nachricht. Der Weiße Kenianer ist noch am Leben - zumindest sollte der Krieger noch irgendwo in dem faulen Couch-Potato schlummern, die sich zur Zeit meist Gummibärli essend als Passiv-Sportler vor der Glotze wälzt ...


... immerhin hat der Weiße Kenianer als vorbildlicher Zuschauer und leidenschaftlicher Daumendrücker unserem Marcel Hirscher zum fünften Gesamtweltcupsieg verholfen. Gemeinsam haben wir Sportgeschichte geschrieben!

Aber zurück zur traurigen Wahrheit. Frei nach Paul Pizzera ist aus dem messerscharfen Tiger eine zahnlose Hauskatze geworden. Der Krieger ist gut versteckt unter natürlichen Schwimmreifen. Und spätestens seit gestern hat der Weiße Kenianer die traurige Gewissheit: Er ist der Dreistelligkeit so nahe wie noch nie, und wesentlich näher als seinem Wettkampfgewicht.


Die Waage im Chlortempel lügt leider nicht ...

94,60 Kilogramm bedeuten absoluten und traurigen Höchssttand für den Krieger der noch 2014 gertenschlank bei der großen Schlacht um den Buchstabenteich ins Ziel lief. 

So schnell können sich die Werte verschieben. Sub 100 (Kilo) bleiben ist das aktuelle Ziel, von sub 10 (Stunden) auf der Langdistanz ist der dicke Krieger weiter entfernt, als die berühmte Kuh vom Weitsprungweltrekord.

So kann es nicht weiter gehen mit dem schwer angezählten Krieger. 
Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Für Oktober 2015 war das große Ziel gewesen, den Halbmarathon in 1:30:00 zu laufen. Ein sehr ehrgeiziges Ziel für das kenianische Laufwunder. (Man wundert sich, wenn man ihn laufen sieht ...).

Gemeinsam mit dem Hopfentee Kenianer war er auch auf einem guten Weg, doch im August musste der Weiße Kenianer seine Pläne dann leider in den Wind schreiben. Starke Schmerzen des rechten Ischias-Nervs verdeutlichten dem Krieger einmal mehr, dass er nicht fürs Laufen geboren ist. Die Schmerzen begleiten ihn leider bis heute - vor allem bei längeren Autofahrten.

Und so viel der Weiße Kenianer ohne Ziel trainingstechnisch in ein schwarzes Loch und versuchte gleichzeitig dieses Loch kulinarisch zu füllen. Wobei er dabei nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Der vormalige Krieger der Enthaltsamkeit wurde schnell zum Frustesser - vor allem Schokolade und Gummibären sind seit dem vor ihm nicht mehr sicher. Und gegen eine Käseleberkäse-Semmerl um Mitternacht ist ja auch nichts einzuwenden ...

Ja wenn der Weiße Kenianer etwas macht, dann richtig und so hat er sich brav über 10 kg hinaufgefuttert. Der Plan als Fitness-Sportler ohne großes Ziel ein wenig weiter zu trainieren ging völlig in die Hose. Das Training sank - bis auf wenige Ausnahmen - gegen Null.
Der Weiße Kenianer wurde zum Anhänger des Morgen-Sports.
Sprich: Morgen mache ich Sport ...

Aber so kann es nicht weiter gehen! Es muss ein neues Ziel her! Noch ist der Weiße Kenianer ein wenig auf der Suche, nach einer, neuen sportlichen Herausforderung. Vielleicht habt ihr ja Tipps?

Gemeinsam mit einer kenianischen Langstrecken-Waffe schmiedet der Kenianer schon heimlich an einem Ziel für September 2016. Noch ist es nicht spruchreif, aber soviel sei verraten: es dürfte ein ziemlicher Höllenritt auf dem Schlachtross werden. Nähere Infos wird es Anfang April geben.

Das wichtigste ist, dass der Krieger endlich wieder mit regelmäßigem Training beginnt. Und die erste Einheit auf dem Ergo-Schlachtross steht bereits heute an - das kann ja heiter werden. 
Vor allem gilt es die vielen überschüssigen Pfunde wieder los zu werden!

Somit gibt der Weiße Kenianer folgende Ziele feierlich bekannt:

1. Annäherung an sein Wettkampfgewicht von 2014 (also 10 kg müssen auf jeden Fall runter).
2. Aufnahme des Trainings für das Ziel im September 2016.
3. Regelmäßige Post über den Fortschritt von Training und Kiloschwund (hoffentlich).

Das heißt wir hören bzw. lesen uns in Zukunft wieder öfter!

Hakuna Matata!




Kommentare:

  1. Lieber weißer Kenianer,
    endlich gibt's wieder was von dir zu lesen!
    Hab lange sehnsüchtig drauf gewartet, zumal du durch dein Buch und deinen Blog auch deinen Teil dazu beigetragen hast, dass ich heuer bei mehreren (allerdings Volks-)Triathlons starte und dafür momentan sogar kraulen lerne.
    Da ich im Gegensatz zu dir - auch wenn du momentan außer Form bist - absoluter Triathlon-Anfänger bin, kann ich dir leider keine Ziele nennen, die für dich erstrebenswert wären.
    Aber vielleicht geht's dir ja auch schon besser, wenn du weißt, es gibt Bayern, die mit dir mitfühlen... ;-)
    Herzliche & sportliche Grüße aus Niederbayern
    Hans

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  2. Lieber Hans,

    das freut mich natürlich, wenn ich Fans in Niederbayern habe und noch mehr freut mich, wenn Dich mein Buch zur Teilnahme an Triathlons animiert hat.

    Vielleicht sieht man sich einmal an der Startlinie - oder noch besser im Ziel!

    vlg
    WK

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  3. 7. Mai Welschlauf . 13,2 km mit 13 Lonelies in Lederhosen
    Grüsse aus Neuberg

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