Buchstabenteich" ist nur mehr einstellig - nur mehr 9 Tage bis zur Mutter aller Schlachten. Der Weiße Kenianer steckt mittlerweile auf Befehl des Dompteurs mitten im Tapering und die schwulste Zeit des Jahres (hier nachzulesen) ist noch viel schlimmer, als der WK befürchtet hat.
Tapering - oder die Entdeckung der Langsamkeit:
So stand etwa ein 40-minütiger Infanteriemarsch mit Tempo 6:10/km oder langsamer (!!!) auf dem Programm. Für den Weißen Kenianer der gewohnt ist stets locker sub 3:00/km zu joggen, keine leichte Aufgabe. Im Ernst, da findet sich einfach kein passender Schritt. Dazu bekommt man - ohne "Fahrtwind" - die volle Hitze ab und vor allem die ständige Angst, dass einem jeden Moment ein Nordic Walker überholen könnte.
Ähnlich fühlt man sich beim Spazierenrollen auf dem HN-Schlachtroß, ständig hat man Einkaufskörberl im geistigen Augenwinkel, und rechnet mit einer beinharten Attacke in Überschallgeschwindigkeit von Omi am Waffenrad ...
Diese Faktoren zusammen treiben einem die Schweißperlen auch im Bummeltempo auf die Stirn und jagen die Puls in ungeahnte Höhen und das beim "Spazierengehen" bzw. "Spazierenrollen" ...
Schweiß- und Puls-Ausbruch wiederum tragen nicht gerade zur Beruhigung des Kriegers bei, vielmehr macht sich Panik breit: "Wenn ich bei dem Tempo, nach 20 Minuten schon 160 Puls habe, wie soll das dann bei der großen Schlacht funktionieren?".
Tapering könnte man also auch frei mit EAV übersetzen - erzwungene allgemeine Verunsicherung!
Leider ist es nicht nur das lockere Training selbst, dass den Weißen Kenianer von Tag zu Tag mehr zweifeln lässt. Denn müde und hungrig ist der WK zur Zeit 24 Stunden am Tag, ständig fühlen Beine und Mägen (Alf und der Weiße Kenianer hat bekanntlich sieben Mägen) sich an, als hätte er gerade ein 8-stündiges Training hinter sich.
Und schlafen könnte der WK zur Zeit ebenfalls 24 Stunden am Tag, selten sieht er die zweite Halbzeit bei den Spielen der Europameisterschaft ...
Bleibt nur die Hoffnung, dass jetzt Millionen von erfahrenen IM-Kriegern den Weißen Kenianern umgehend mit fachmännischen Kommentaren beruhigen wie z. B.:
... umso müder Du Dich beim Tapering fühlst, umso fitter bist Du dann am Tag X.
... umso langsamer Du beim Tapering trainierst, umso schneller bist Du dann.
... umso langsamer Du beim Tapering trainierst, umso schneller bist Du dann.
... umso mehr Du vor dem Tag X in Dich hineinstopfst, umso leichter wirst Du.
... umso höher Dein Ruhepuls steigt, umso leichter kommst Du am Tag X auf Betriebstemperatur.
... umso mehr Du schläfst, desto weniger Zeit hast Du nervös zu sein.
... umso mehr Du übers Tapering nachdenkst, umso depperter wirst im Schädel ...
Also ihr erfahrenen Krieger da draußen, beruhigt mich!!!
Die Tapering-Fastenspeise des Weißen Kenianers.

Mich hat letztens laut surrend ein MTBér auf ihm eigentlich fremden Geläuf, der Straße, überholt. Das tut dann schon weh, aber es lohnt sich die Zügel in dieser Zeit straff zu halten auch wenn es so gar nicht in der Natur der Kriegers liegt.
AntwortenLöschenViel Geduld beim Tapern.
MfG
Danke Ulfried für Deine weisen Worte!
AntwortenLöschenSich von einem MTBler auf der Straße überholen zu lassen, dass zeugt von wahrer Größe eines starken, erfahrenen Kriegers, der fest in seiner eigenen Mitte ruht.
Ich habe diese Reife leider noch nicht. Wenn mich ein MTBler überholt gibt es nur eines:
Kette rechts und Vollgas bis das Laktat bei den Ohren rauskommt.
Werde aber MTBler in der Taperinpahse so gut es geht meiden und versuchen mich in Geduld zu üben.
glg
WK