Dienstag, 11. September 2012

Der Weiße Kenianer wird zum Streak-Runner!

Nach dem schmerzhaften DNF (hier nachzulesen) bei der "Schlacht um ...
... den Buchstabenteich" war beim Weißen Kenianer erstmals die Luft ziemlich draußen. Die "Form des Lebens" wurde zwar noch für eine Kenianische Erfolgsstaffel beim Graben-Tri (hier nachzulesen), das Weiß-Rot-Weiße Kenianische Dream-Team (hier nachzulesen), die heroische "Schlacht am Tieberteich" (hier nachzulesen) und den Überraschungs-Sieg beim "Umag-Extreme-Triathlon" (hier nachzulesen) genutzt - aber dann war Sendepause - nicht einmal zum Post-Schreiben auf seiner Heimseite konnte sich der WK aufraffen ...

Es folgte eine lange, qualvolle Durststrecke mit idyllischem Familienurlaub, langen, romantischen Spaziergängen am Strand, gutem und reichlichem Essen, unvergesslichen Luftmatratzen-Marathons mit den beiden Kenianischen Junioren, ein langverdienter Liebes-Urlaub nur mit der Weißen Kenianerin und lästigem Broterwerb.

Die Wochen der Entspannung ließen (fast alle) Gliedmaßen erschlaffen, den Bauch wachsen und die Motivation weit unter Null sinken. 

Dazu kommt die eigentlich perverseste Erkenntnis, die viele Sportler über 35 machen:

Je weniger man tut, desto mehr schmerzen die Glieder, 
wenn man sich morgens aus dem Bett hievt ...

Und die 2 - 3 Kilo mehr auf den Rippen, fühlen sich an als hätte man längst die 100kg Marke überschritten ...

Doch die Kenianische Dreifaltigkeit (Giganto Wadela, die Kenianische Wasserträgerin und der Blackout Kenianer) hatten in weiser Voraussicht schon lange vor dem weißkenianischen Durchhänger vorgesorgt.

Bereits zum Geburtstag des Weißen Kenianers hatten sie ihm das neue Buch "Sind wir nicht alle ein bisschen tri?" von Lars Terörde alias dem Kaiserwerther Kenianer geschenkt, obwohl das Buch erst Ende Juli 2012 erscheinen sollte. 

Vor ein paar Tagen flatterte das, sehr empfehlenswerte Buch (ebenso wie das erste "Barfuß auf dem Dixiklo") nun in die Homebase des Weißen Kenianers in Little Kenia, wo es natürlich sofort in Windeseile - wie sonst nur die erste Runde beim "All you can eat", quasi auf "Ex" verschlungen wurde.

Nicht nur, dass auch der Kaiserwerther Kenianer nach seiner ersten (gefinishten) Langdistanz genau mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatte, baute den WK Seite um Seite wieder moralisch auf. Sondern vor allem die Tatsache, dass man mit seinen Büchern herrlich über den Kaiserwerther Kenianer und gleichzeitig über sich selbst lachen kann und wieder Lust aufs Training und auf neue Schlachten bekommt. 

Und spätestens beim Schluss-Satz des Kaiserwerther Kenianers:
"Danke werter Leser, dafür, dass du ausdauernd bis hierhin geleseen hast. 
Jetzt wird es aber höchste Zeit, wieder zu trainieren",
war dem Weißen Kenianer klar, dass er sich das von seinem deutschen "Kenia-Zwilling" nicht würde zweimal sagen lassen.

Zusätzlich hatte der Kaiserwerther Kenianer dem Weißen Kenianer auch noch eine ihm bis dato unbekannte Trainingsmethode schmackhaft gemacht: das Streak-Running!

Und das hat nichts mit "Streaking" zu tun, obwohl kurze, schnelle Steigerunsläufe dem Weißen Kenianer sicher auch gut tun würden ...

Streaking - nicht zu verwechseln mit Streak Running ...

Nein Streak Runner sind Leute, die täglich laufen. In Amerika gibt es sogar eine Streak-Running-Vereinigung.

Die Regeln sind denkbar einfach:

- jeden Tag zwischen 0 und 24 Uhr,
- mindestens 1 zusammenhängede Meile (= 1,6 km),
- ohne technische Hilfsmittel ...

... laufen und die Serie entsprechend dokumentieren.

Die Helden der Bewegung sind der Amerikaner Robert C. Ray, der die US-Rangliste anführt. Seit dem 4. April 1967 läuft er täglich! Und der Engländer Ron Hill, der seit dem 21. Dezember 1964 täglich läuft. Unter anderem lief er 115 Marathons in 55 Staaten. 112 davon unter 2:50 und 29 unter 2:20.  Bis 1991 trainierte Ron Hill sogar zweimal täglich - seine persönliche Marathon-Bestzeit: 2:09:28.

Der Weiße Kenianer hofft mit dem Streak Running endlich wieder seine kenianischen, tief verborgenen Wurzeln ans Tageslicht holen zu können. Seine Lauf-Gene litten seit Jahrzehnten unter der modernen Zivilisation und überflüssigen, angeblichen Errungenschaften wie Autos, Elektrizität, Laufschuhen und Magnum Mandel ...

Doch das Streak Running wird den Wunderläufer wieder auf den richtigen Weg bringen, wobei der Weiße Kenainer allerdings hofft, dass es keine 48 Jahre bzw. 17520 Tage wie Ron Hill wird laufen müssen, er wäre schon mit einem ersten Streak über 46 Tage bis zum 26. Oktober 2012 zufrieden.

Am 26. Oktober 2012 wird er sich nämlich in die Lauf-Schlacht von Mürzzuschlag stürzen! Bis dahin wird er täglich seine Laufrunden durch Little Kenia ziehen und alles auf seiner Heimseite in der neuen Rubrik (rechts schaut) "Kenianischer Streak" dokumentieren.

Es gibt übrigens auch eine deutschsprachige Streak-Seite unter www.streakrunner.de wo man sich kostenlos registrieren und mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Ganz nebenbei hofft, der Weiße Kenianer das es irgendwann einmal zu einem Duell mit dem Kaiserwerther Kenianer kommen wird - vielleicht klappt es 2013 ...





2 Kommentare:

  1. Tja nicht nur bei dir ist die Luft draußen und der Speck auf den Rippen mehr :D
    Nach meinem Ironman-Finish in KLAFU folgte ein 1-monatiger Urlaub in den USA und seither schaffte ich es kaum mich "tri-technisch" fortzubewegen. Wünsch dir alles gute weiterhin!

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  2. Tja Reinki, offensichtlich geht es nach einem IM fast jeden so (ob gefinisht oder gestorben) ...
    Vielen Dank für die netten Grüße und man kann sich eh nur selbst in den Arsch treten und am besten aus dem Motivations-Wellental rausschwimmen, raufradeln und rauslaufen!

    Hakuna Matata!

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