in Little Kenia schon lange denken: "Der spinnt!", wenn er sich als selbst- oder vielmehr vom Löwen ernannten Weißer Kenianer fast täglich auf sein HN-Schlachtross schwingt, oder schon früh morgens aus dem Haus läuft.
Spätestens seit dem Schnee-Engerl-Contest (hier der Link zum Video) wissen die Nachbarn, das der Weiße Kenianer nicht ganz alleine ist mit seiner Spinnerei - und das der Sprung in der Schüssel alles andere als klein ist ...
Mit kopfschüttelndem Unverständnis kommentieren die lieben Nachbarn auch, wenn sich der Weiße Kenianer im Hochsommer, Stunden nachdem er losgeritten ist, vor der Haustür mit hochrotem Kopf aus dem Sattel seines HN-Schlachtrosses im Wert eines Kleinwagen schwingt, nur um Sekunden später wie von der Tarantel gestochen loszulaufen. Eine knappe Stunde später kommt er dann auch schon wieder retour im Schweinsgalopp - diesmal leicht wankend mit Schaum vor dem Mund und Salzkrusten am Trikot ...
Umgekehrt versteht der Weiße Kenianer allerdings auch nicht was die lieben Nachbarn mit einem Pool ohne Gegenstromanlage im Garten wollen, in dem man nicht einmal einen einzigen Graulzug zusammen bringt.
Doch gestern dürfte so mancher Anrainer in Little Kenia schon überlegt haben, ob er nicht den Notruf wählen sollte um ein "Hab-mich-lieb-Jackerl" für den Weißen Kenianer und Giganto Wadela zu bestellen.
Das neue Kenianische Trikot ...
Der Weiße Kenianer schien ebenfalls nur darauf gewartet zu haben, dass es endlich wie aus Kübeln zu schüttete und eilte mit einem breiten Grinsen im Gesicht aus dem Haus - seinem "Freund des Wahnsinns" entgegen.
Gemeinsam ging es durch zu kleinen Seen anwachsenden Pfützen, über Sturzbäche und durch Auto-Gischtwände durch Little Kenia. Bei einem Wetter, wo man kein vernünftiger Mensch freiwillig das Haus verlässt, liefen die zwei Kenianischen Krieger lachend durch die Gegend und suhlten sich im Platzregen.
Bei Schönwetter laufen kann schließlich jeder ...
Der Weiße Kenianer genießt durch seinen ersten Streak-Versuch mildernde Umstände, denn schließlich will man wegen ein wenig Regen seinen Lauf-Streak nicht schon am zweiten Tag beenden, wo das Vorbild aller Streaker Ron Hill bereits seit 1964 täglich (!!!) läuft.
Aber welche Gründe hat Giganto Wadela?
Bringt ihm die Kenianischer Wasserträgerin kein Duschwasser mehr mit nach Hause?
Hat er wieder einmal keine Badeschlapfen mit gehabt bei seinem Besuch im Chlortempel?
Ist im seine Topzeit beim Ironman Austria doch noch zu Kopf gestiegen?
Fragt ihn doch am besten selbst - fall's ihr den Mut dazu habt!
Zurück zum ersten Streak-Versuch des Weißen Kenianers. Der psychologische Hintergrund so einer täglichen Lauf-Reihe liegt natürlich auf der Hand. Je länger die Serie andauert, desto mehr steigt die Motivation sie nicht abreißen zu lassen - wenn man z. B. schon 300 Tage durchläuft, kommt einem der anstehende Morgenlauf bei frostigen Temperaturen und Nieselregen wie ein wunderbarer Strandspaziergang am Strand vor.
Wenn man allerdings erst bei Tag 3 angekommen ist und um 7 Uhr früh bei 7 Grad und Nieselregen vor der Haustür, nur 5 Meter vom warmen Bettchen entfernt, steht, dann kostet es schon einiges an Überwindung, wie der Weiße Kenianer spätestens seit heute morgen weiß ...
Hakuna Ma-war-deis-heit-koit-und-noss-ta!

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