Montag, 1. Juli 2013

Große Portion Ironman-Virus nachgetankt!

Nach der schweren Niederlage bei der großen "Schlacht um den Buchstabenteich ...
... 2012" (hier zum Nachlesen) kehrte der Weiße Kenianer gestern als Zaungast zurück zum Buchstabenteich, um die tapferen Krieger anzufeuern.

Schon ein komisches, leeres Gefühl, wenn man nur als Zuschauer anreist. Doch spätestens bei der Drängerei ins Strandbad, wo die Schlacht ihren Anfang nimmt, verspürte der Weiße Kenianer ein leichtes Wettkampfkrippeln. Und  beim doppelten Startschuss - zuerst um 6:45 Uhr für Profi- + Elite-Krieger und um 7:00 Uhr dann fürs einfache Fußvolk - wäre er am liebsten in die Fluten gesprungen und mitgeschwommen.

Aber so ging es gemeinsam mit der Weißen Kenianerin und dem Hopfentee-Kenianer im gemütlichen Fußmarsch Richtung Lendkanal. Nach nur 40 Minuten pflügte sich bereits das Führungsduo seinen Weg durch die jubelnden Fans. Und wie immer bei absoluten Könnern sah alles so locker und leicht aus. Bereits wenig später graulte der Profi-Dompteur 2.0 in seinem unverkennbaren Stil vorbei und brannte unglaubliche 45 Minuten 56 Sekunden ins Wasser.

Nicht nur die Profi-Krieger prügelten an diesem Tag Top-Schwimmzeiten in den großen Buchstabenteich, und der Weiße Kenianer will sicher keine einzige Leistung schmälern oder herumnörgeln bzw. gar in die bereits auf Facebook beginnenden Streckenlängen-Diskussionen einsteigen. Daher sein Feststellung zur Güte: Zu lang dürfte die Schwimmstrecke nicht gewesen sein!

Da glitt auch schon der Dompteur 1.0 mit seiner blau-weißen Schwimmbrille und ohne Badehaube durch den Lendkanal, dem er nach sensationellen 53 Minuten 12 Sekunden entsteigen sollte. Bei beiden Dompteuren war nach dem Schwimmen somit alles angerichtet für absolute Top-Zeiten. Doch so eine Langzeitschlacht birgt viele Tücken - aber dazu später.

Der Dompteur 1.0 pflügt durch den Lendkanal!

Leider tauchte der Kenianische Transportturbo ungesehen von den Kenianischen Adleraugen in wieselflinken 57:02 durch den Buchstabenteich.

Dafür waren sowohl der Großwildjäger (1:02:28), der Kenianische Löwe (1:02:56) als auch der Kenianische Gentleman (1:06:58) trotz des immer dichter werdenden Gedränges im Lendkanal an ihren auffallenden Schwimmstilen leicht zu erkennen - alle drei ebenfalls mit Top-Zeiten.

Weiter ging es zur Radwende, wo es sich die Weiße Kenianerin und der Weiße Kenianer am Streckenrand gemütlich machten, und wenig später gesellte sich die Kenianische Bergziege samt Gattin dazu.

Andreas Raelert mit den Daumen am Abzug!

Als erster Kenianer ritt der Profi-Dompteur 2.0 mit etwas Verspätung auf die Top-Leute an ihnen vorbei. Leider, leider sollte der Ironman Austria 2013 ein weiteres, ärgerliches Kapitel im großen Pleiten, Pech und Pannenbuch des Profi-Dompteurs 2.0 werden. "Zwei Platte in einem Rennen sind definitiv zu viel!", so der enttäuschte Krieger. Der sich in Kürze in den wichtigsten "Bewerb" seines Lebens "stürzen" und seine Doris heiraten wird.

Alles Gute für die wirklich wichtigen Dinge im Leben!


Die Kenianische Bergziege und Gattin 
beim Anfeuern des Profi-Dompteurs 2.0.

Auf der Radstrecke machte der Kenianische Transport-Turbo seinem Namen alle Ehre, hinterließ mit einem Radsplit von 5:00:41 verbrannte Erde und lag in Runde 1 sogar noch vor dem Löwen.

Der Löwe hatte schon vor der Schlacht laut gebrüllt, dass er diesmal - frei von Slot-Sorgen - für Hawaii 2013 ist er bereits qualifiziert - eine große Portion Risiko nehmen würde. Wie seine Ansage in der Praxis aussieht? Der Löwe hämmerte eine unglaubliche Radzeit von 4:47:09 in sein HN-Schlachtross und war damit nur knapp 17 Minuten langsamer als Sieger und Weltrekordmann Andreas Raelert (4:30:40).

Der Löwe machte am HN-Schlachtross keine Gefangenen ...

Raelert, der den Ironman Austria 2013 souverän gewann, vergab seine Chance auf einen Weltrekord allerdings am Schlachtross, und machte danach auf der Laufstrecke "Dienst nach Vorschrift". Beim Laufen schwebt der gute Mann einfach an Freund und Feind vorbei, als wäre es die lockerste Sache der Welt nach 3,8 Kilometer schwimmen und 180 Kilometer Radfahren noch einen Marathon in 2:40:07 zu laufen. Während seine Mitstreiter von Kilometer zu Kilometer mehr gezeichnet sind, und die meisten nicht mehr wirklich rund laufen, sieht man bei ihm vom ersten bis zum letzten Schritt optisch so gut wie keinen Unterschied. Jeder Schritt wie aus dem Lauflehrbuch. Einfach unglaublich. Faszinierend! Vielen Dank für diese mehr als beeindruckende Demonstration. Und unter uns: Der Weiße Kenianer versteht einfach nicht, wo dieses dünne "Manderl", die ganze Power hernimmt und überlegt ab heute bis zum Startschuss der großen "Schlacht um den Buchstabenteich" einfach nichts mehr zu essen ...

Andreas Raelert "on the run"!

Zurück zu den Normalsterblichen:
Der Löwe spulte den ersten Halbmarathon in einem Höllentempo ab, das uns die Sprache verschlug. Kilometerschnitt-Zeiten von 3 Minuten 44 meldete da der stark verbesserungswürdige Ironman-Live-Athlete Tracker, der vom hohen Pentek-Timing-Standard leider noch so weit entfernt ist, wie der Weiße Kenianer von einem Hawaii-Slot.

Das wäre doch einmal eine Wette liebes Ironman-Team, oder?

Doch ab ca. Kilometer 32 zwangen Krämpfe den Löwen von seinen Vorhaben, Andreas Raelert noch einzuholen, Abstand zu nehmen und er musste einen Gang zurückschalten. Der Löwe finishte auf Platz 8 seiner Altersklasse (die M40 war 2013 in Klagenfurt übrigens die zahlenmäßig stärkste Altersklasse und löste die M35 ab) in 9:12:35 was er wie immer stoisch ruhig und gelassen zur Kenntnis nahm.

Der Löwe bei der Arbeit.

Nach für seine Verhältnisse nicht besonders berauschenden 5:09:07 stieg der Dompteur 1.0 von seinem Schlachtross und sein Gesichtsausdruck auf den ersten Laufkilometern sprach Bände und schien zu sagen: "Eine Top-Zeit habe ich wohl schon am Rad verspielt, aber aufgeben ist dennoch keine Option!".

Des Rad-Rätsels Lösung: Der Dompteur 1.0 hatte bereits nach 110 Kilometern Krämpfe in den Beinen und wäre am Rupertiberg fast abgestiegen. Ziemlich unmotiviert ging er auf die Laufstrecke doch auf dieser wurde er mit Fortdauer des Rennens immer stärker und spulte seinen schnellsten Laufsplit in einem Ironman ab in sensationellen 3:04:37. Hut ab! Vor allem auch vor der lupenreinen Finisher-Bilanz: 15 Ironman-Starts - 15 Mal gefinisht! Endzeit: 9:15:50 - Platz 10 in der M35.

Mr. Pokerface!

Nach Top-Leistungen beim Schwimmen und am HN-Schlachross gewann der Kenianische Transportturbo beim Laufen einmal mehr die Style-Wertung haushoch. Doch er hatte beim Marathon wohl mehr zu kämpfen als ihm lieb war. Als er an den Kenianischen Schlachtenbummlern vorbeilief schrie er: "Das ist nicht lustig, das ist nicht lustig!".

Lieber Transportturbo das hat auch noch keiner behauptet. Der Weiße Kenianer hat für Dich auch heute nochmals intensiv sämtliche Ironman-Homepages durchforstet - da steht nirgend "Kabarett" oder "Comedy" ...

Sieger der Sytle-Wertung 2013: 
Der Kenianische Transportturbo!

Der Großwildjäger, der noch wenige Tage vor dem Start mit einem Virus zu kämpfen hatte, legte am HN-Schlachtross in 5:19:01 einen sehr soliden Ritt hin und machte in dieser Gangart weiter. Geplagt von Kreuzschmerzen, die ihn 42,2 Kilometer lang begleiteten, lief er den Marathon in 3:57:08 und finishte vor den Augen seiner Herzdame und seines großen Fanclubs in 10:27:02.

Ein Küßchen für den Großwildjäger!

Der Kenianische Gentleman ließ am HN-Schlachtross keinen Stress aufkommen, und Ritt nach 5:28:46 in die Wechselzone wohl wissend, dass er beim Laufen einmal mehr das Feld von hinten aufrollen würde. Mit einer starken Marathon-Zeit von 3:32:53 finishte er schließlich in 10:24:49.

Bevor der Weiße Kenianer samt Schlachtenbummlern im Kenianischen Tourbus die Heimreise antrat, tankte er bei der Finish-Line-Dauerparty noch einmal eine große Portion Ironman-Virus.

Er nahm ein ausgiebiges Bad im riesigen Gefühlspool mit jubelnden Fans und Angehörigen, vor Freude weinenden Finishern, romantischen Heiratsanträgen auf der Finish-Line und unzähligen freudestrahlenden Gesichtern. Eine unvergleichliche Stimmung die man einfach in sich aufsaugen muss und der sich wohl niemand entziehen kann.

Nach dem Ironman ist bekanntlich vor dem Ironman. Somit beginnt für den Weißen Kenianer bereits heute der Countdown für 2014. Und irgendwie ist man bei jeder einzelnen Trainingseinheit um die Spur mehr motiviert, wenn man die große "Schlacht um den Buchstabenteich" als Ziel vor Augen hat.

Herzliche Gratulation an alle Finisher!!!










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