Dienstag, 12. Juni 2012

19: Sieger schon vor dem Start!

Am 1. Juli 2012 um 7:00 Uhr ist es endlich soweit, da fällt der Startschuss zur ..."Schlacht um den Buchstabenteich 2012" und der Weiße Kenianer wird sein von der Weltpresse mit Spannung erwartetes Debüt auf der Langdistanz geben.

Von einem Ausnahme-Sportler wie dem Weißen Kenianer wird natürlich bereits bei seinem ersten Antreten ein neuer Weltrekord erwartet - und der WK wird seine Fans auch sicher nicht enttäuschen.

Angst & Panik vor der großen Schlacht ...

Allerdings weiß niemand, was bei einer so langen Schlacht (7 bis 8 Stunden muss man schon rechnen :-)) alles passieren kann und wie Körper und Geist des WK auf diese Dauer-Belastung reagieren werden.

Aber egal ob Weltrekord, Kenianischer Rekord oder nur persönliche Bestzeit über die Ironman-Distanz - jeder, der sich bei der "Schlacht um den Buchstabenteich" bis ins Ziel kämpft ist ein wahrer Sieger.

Genau betrachtet ist jeder, der den Mumm hat sich am 1. Juli 2012 um 7:00 Uhr Früh in die Fluten des Buchstabenteiches zu stürzen bereits vor dem Start ein Sieger.

Sieger über den inneren Schweinehund, Sieger über Trägheit, Bequemlichkeit und Wohlstands-Bauch!

Denn es ist davon auszugehen, dass sich jeder Krieger (bis auf ein paar Tri-Kamikaze) lange und gewissenhaft auf den Tag X vorbereitet hat mit Training, Training und nochmals Training.

Der Traum sich einmal der Königsdistanz im Triathlon zu stellen, schlummert wohl in jedem Tri-Krieger und auch der Weiße Kenianer bereitet sich eigentlich bereits seit 2008 - seinem Einstieg in die Tri-Welt - darauf vor.

Dass er bereits schon vor dem Start längst gewonnen hat, wurde dem Weißen Kenianer bei einer der letzten langen Lauf-Trainingseinheiten bewusst. 

2009 absolvierte der WK seinen ersten Marathon gleich in der Fast-Weltrekordzeit von sensationellen 2:05:04 (Nein! Zum letzten Mal! Es war sicher kein Halbmarathon!!!). Bei diesem ersten Vienna City Marathon zahlte der WK allerdings jede Menge Lehrgeld. Bereits nach 2 Kilometer hatte er sich fast völlig abgeschossen. Irgendwie drückte er sein zu hohes Tempo bis Kilometer 10 durch, und von dort weg schleppte er sich unter großen Schmerzen und mit "betonierten" Beinen irgendwie noch bis ins Ziel.

Vor ein paar Tagen standen 2 Stunden Laufen - überwiegend im Grundlangentempo - auf dem Trainingsplan. Als der WK nach 2 Stunden auf die GPS-Uhr blickte, stellte er fest, dass er locker einen neuen Weltrekord laufen könnte, und so lief er noch weiter bis er die Marathon-Distanz (sicher nicht nur einen Halbmarathon, sicher nicht nur 21 km ...) absolviert hatte. Endzeit: 2:02:13 - neue Weltrekord!!!

Die Tatsache, dass der Weiße Kenianer mittlerweile im Training relativ locker (a bisserl weh tut's immer) schneller laufen kann, als vor 3 Jahren am letzten Zacken im Wettkampf, ist nicht nur gut für Kopf und Ego - es macht den WK bereits vor dem Start am 1. Juli zum Gewinner. 

Denn für sich, seinen Körper und sein Wohlbefinden hat der WK wie alle Starter bei der "Schlacht um den Buchstabenteich" längst gewonnen, dazu braucht es weder Weltrekorde, Hawaii-Slots noch Finisher-Medaillen.

Nichts desto trotz gilt bei der "Schlacht um den Buchstabenteich": 

HAKUNA ATTACKA!!!

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