Freitag, 8. Juni 2012

23: Hattrick am eisernen Schicksalsberg!

Der legendäre Präbichl, der Eisenerz (auf kenianisch: IronMountain) von der westlichen ...Zivilisation trennt, ist ohne Zweifel der Schicksalsberg des Weißen Kenianers. So erblickte in Eisenerz die Weiße Kenianerin als zartes Röslein das Licht der Welt blickte, wo sie nach Jahren in der harten Eisenerzer Wildnis vom Weißen Kenianer entdeckt, aus- bzw. aufgerissen und nach Little Kenia entführt wurde.

Und auch sportlich ist der Präbichl mit 1224 Metern Seehöhe der Schicksalsberg des Weißen Kenianers.

Da bedarf es einen kurzes Exkurs zur Geschichte des Weißen Kenianers: "Wie alles begann!"

Im Sommer 2006 verschlug es ihn mit dem Lonely Hearts Club aus Neuberg zum 24 Stunden Lauf nach Wörschach. Dieses traumatische Erlebnis hatte zur Folge das kurz darauf seine lange unterdrückten Kenianischen Wurzeln durchbrachen. In sagenhaften 15 Minuten trommelte er seine ersten beiden Laufkilometer auf die Aschenbahn im Brucker Fussballstadion ...

Da ihn der - viel zu leicht zu erreichende Marathon-Weltrekord - allerdings nicht interessierte, suchte er sich eine neue, eine wirkliche Herausforderung: den Triathlon!

Hoch motiviert, mit Schwimmflügerl und Stützrädern bewaffnet nahm er einen völlig überteuerten Kredit und das Training auf!

Und gleich der erste Ausritt auf dem alten Schlachtross (Drahtesel) seines Vaters startete, der hoch- oder vielmehr übermotivierte junge Weiße Kenianer nach Eisenerz, wo er das wilde Bergvolk beeindrucken wollte.

Allerdings war der Weiße Kenianer vom Gegenwind im "Land der Löwen" selbst ziemlich "beeindruckt", so dass er bereits in Vorderberg mehr als nur gut aufgewärmt war.

Es folgte die kenianische Erstbefahrung des Präbichls, die mit brennenden Lungen und Beinen und gebrochenem Stolz unter Tränen der Verzweiflung letztendlich am letzten, steilen Teilstück in einer unfreiwilligen Begehung endete.

Das eigene Schlachtross einen Berg hinaufschieben, weil man es nicht "datritt" - das schmerzt in der ehrgeizigen Sportlerseele, da kann man nur hoffen, dass niemand von der Weltpresse in diesem Moment vorbeikommt ...

Doch auch von diesem schweren Schicksalsschlag und der großen Schmach ließ sich der Weiße Kenianer letztendlich nicht entmutigen und begann seinen Siegeszug durch die Welt des Triathlons.

Nun - 24 Tage vor seiner ersten Schlacht über die Langdistanz bei der "Schlacht um den Buchstabenteich" hatte der Dompteur dem Weißen Kenianer eine beinharte Schicksals-Trainingseinheit verordnet. "3 x mit der großen Scheibe einen Berg hochfahren!" - hieß der Befehl, und für den Weißen Kenianer war sofort klar, dass dafür nur sein persönlicher Schicksalsberg in Frage kommt.

Also wurde das HN-Schlachtross am gestrigen Feiertag gesattelt und auf ging es von Little Kenia Richtung IronMountain. Und diesmal meinte es das Schicksal bereits im Land der Löwen gut. Bei guten Wind, machte der WK bereits auf der Flach-Etappe keine Gefangenen und die ersten, kleineren Anstiege bis Vordernberg wurden in guter, kenianischer Manier "durchgedruckt!".

Und dann ging es drei Mal hinter einander auf den Schicksalsberg, drei Mal mit schwerem Gang (große Scheibe), drei Mal mit hohem Tempo (14 km/H Durchschnittstempo auf der 5 km langen Steigung) und drei Mal ohne Würgen, Herumnudeln oder gar Absteigen!

Die ersten beiden Male ging es von Vordernberg hinauf bis zur S-Kurve bei der Lift-Talstation und beim dritten Mal dann ganz durch hinauf bis zur Passhöhe Präbichl - ein lupenreiner Hattrick!!!

Das HN-Schlachtross am Schicksalsberg.

Wie sehr den Weißen Kenianer das dreimalige Bezwingen seines Schicksalsberges beflügelte, zeigt die Tatsache, dass er beim dritten Ritt am schnellsten war - und erstmals von Vordernberg (Ortende) bis zum Präbichl (Ortsschild) unter der 20-Minuten-Schallmauer fuhr. Für richtige "Bergziegen" ein Klacks, aber für den doch nicht ganz fürs Bergfahren gebauten WK eine neue persönliche Bestzeit!

Nach diesem sportlichen und vor allem moralischen großen Sieg über sich selbst und seinen ganz persönlichen, gebirgigen Erzfeind sollte der Weiße Kenianer bestens für die große "Schlacht um den Buchstaben" gerüstet sein. Zumindest für den legendären Rupertiberg!

Hakuna Matata!

5 Kommentare:

  1. Nau prack, du gehstas au :D do wiasd jo den Rupertiberg nua so hinauffliegn :D lg reinki

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  2. @ Reinki: den Rupertiberg werden wir wohl eher mit möglichst ökonomisch hinaufschleichen, denn angeblich ist nach dem Ruperti noch nicht das Ziel, da haben wir dann angeblich noch eine "Kleinigkeit" vor uns ...

    glg
    WK

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    1. ja aber nur eine "Kleinigkeit" - der Marathon hot eh "nur" 42.195km :D

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  3. Dann bin ich beruhigt, dachte schon wir müssen 42195 m laufen.

    Jedenfalls wird es ein kleiner Schritt für einen Ironman,
    aber ca. 84.390 Schritte für uns arme Debütanten!

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  4. Den Präbichl verbinde ich gedanklich auch immer mit der großen Scheibe, allerdings mit der vorm Aufstieg zu verzehrenden großen Scheibe Käs'Leberkäs' beim Eisenerzer Spar. Schmeckt besonders gut beim gemütlichen Zusammensitzen auf den Mültonnen...

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