Dienstag, 17. Juli 2012

Zügig, gigantische Jahresweltbestleistung ...

Geschätze Blog-Leser da draußen in der unbarmherzigen Wildnis seid gewarnt! ...
Sollte euch ein gewisser Giganto Wadela mit Engelszunge zu einem "zügigen" Sonntags-Nachmittag-Läufchen einladen ... dann macht euch auf eine laktatreiche Trainingsschlacht bis zum bitteren Sauerstoff-Ende gefasst.

Giganto Wadela: Nach außen der brave Junge von nebenan,
doch in ihm schlummert ein brutaler Alles-in-Grund-und-Boden-Läufer!

Nach dem erfolgreichen Husarenritt bei der "Schlacht um Gösselsdorf" (hier nachzulesen) wollte der Weiße Kenianer am nächsten Tag (Sonntag) das sportliche Wochenende mit einem lockeren, aber etwas längeren Läufchen (die Experten sprechen von einem: Long Jog) gemütlich abrunden.

Doch gegen 14 Uhr Kenianische Ortszeit erreichte den WK die Kenianisches Kurzstrecken-Brieftaube (auch SMS genannt) von Giganto Wadela mit der schlichten Frage: Laufen?

Hier zum besseren Verständnis der gigantischen Hinterfotzigkeit der ganze SMS-Verkehr:

Giganto:
 Laufen? 15:30?

WK:
 Long Jog?

Giganto: 
2 Stunden habe ich nicht Zeit. Würde gerne maximal 1:30:00 ein bisserl zügiger Laufen.

Und so ging es im gemeinsamen Schweinsgalopp von Little Kenia nach Kindberg und retour. Und Giganto Wadela schlug gleich ein leicht zügiges Tempo an, dass dann ständig ein bisserl zügiger und zügiger wurde.

Als der Kilometerschnitt schon lange unter 3:00/km gefallen war und der Weiße Kenianer schon längst am Ende seiner bescheidenen Kräfte war und kurz bevor die weißkenianischen Oberschenkel - von der "Schlacht um Gösselsdorf" doch noch etwas "beleidigt" fast zu krampfen begannen, schmetterte Giganto Wadela eine seiner gefürchteten, altklugen Lauf-Weisheiten in die kenianische Nachmittagssonne:

"Denn vorletzten Kilometer laufen wir noch etwas schneller - das bringt Tempohärte!"

Der WK kann die gigantische Weisheit voll und ganz bestätigen: Dieser vorletzte, schnellere Kilometer war "voll die Härte" und bereits nach 500 Meter wünschte er sich nichts sehnlicher als ein Tempo Taschentuch, in das er gerne leise und herzerweichend hineingeschluchtzt hätte ...

Den letzten Kilometer ließ Giganto Wadela den WK dann alleine nach Hause locker auslaufen (sprich: schwer angeschossen dahintorkeln, sodass die Nachbarn sich dachten: "Schlimm, der ist schon nachmittags völlig besoffen ...). 

Als der Weiße Kenianer nach einer guten Stunde im hauseigenen Sauerstoffzelt wieder halbwegs geradeaus schauen konnte, sah er allerdings auf seiner Garmin-Uhr den Lohn für die schweißtreibende Laufeinheit. Mit 1:44:04 war er weißkenianische Jahresweltbestleistung über die Marathon-Distanz (zum X-ten Mal - es war auch diesmal KEIN Halbmarathon) gelaufen.

Laut Giganto Wadelas hochkomplizierten Berechnungen hätten die 1:44:04 auf der viel flacheren Strecke des Wien-Marathons sogar 1:36:24 bedeutet - neuen Weißkenianischen Weltrekord.

Und so beendete Giganto Wadela am Ende die "nette" Trainingseinheit mit den folgenden Worten:

"3 Lauftrainings mit mir pro Woche und Du sprengst in Graz locker die 1:30:00!"

Ein locker dahingesagter Satz, der allerdings einige Fragen aufwirft:

1. Braucht der Weiße Kenianer bei solchen Trainingskollegen überhaupt noch Feinde?
2. Kann die "Ferse der Nation" drei gigantische Lauftrainings pro Woche aushalten?
3. Wird Giganto Wadela wirklich "The next Top-Dompteur"?

Und die letzte und wichtigste Frage: "Sind wir noch zu retten???"

HAKUNA MAH DA LAUFT DA!  

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