... da der Weiße Kenianer seit Tagen in sportpsychologischer Behandlung ist. Der Weiße Kenianer ist seit Jahren Kummer, Niederlagen, Irrwege, Knieschüsse, Eigentore und Totalausfälle gewöhnt und konnte daher mit seinem fast perfekten Saisonauftakt einfach nicht umgehen. Er überlegte sogar ernsthaft seinen Rücktritt bekannt zu geben - schließlich sollte man am Höhepunkt aufhören anstatt übergewichtig und bankrott bei Dancing Stars zu landen ...
Aber der Reihe nach:
Ternitz, wo das Schlachtfeld für den Saisonauftakt lag, präsentierte sich bei Kaiserwetter und der "Blitzkrieg" drohte unverhofft zur Hitzeschlacht zu werden, nicht unbedingt die besten Vorzeichen für unseren hitzeempfindlichen Krieger mit weicher Birne. Aber an diesem Tag sollte Helios dem Mars nichts anhaben können - sprich der Kriegsgott sollte über den Sonnengott triumphieren ...
Anti-Wende sorgte für Knoten in den Gehirnwindungen
Die "Seeschlacht" fand in Ternitz unter Laborbedingungen statt. So galt es 10 Längen im Zick-Zack-Kurs im 50 Meter Sportbecken zu schwimmen. Durch den Einzelstart mit 30 Sekunden Abstand war im Becken selbst natürlich kein Einschwimmen möglich. So musste das benachbarte Kinderbecken herhalten. Wobei dort Warmschwimmen allerdings relativ war, denn das Wasser war saukalt. Gott sei Dank war das Sportbetten gut geheizt.
Die Startnummer 110 erschien nicht, und so ging die Kenianische 111 eine Minute nach der Startnummer 109 bei freier Bahn ins Rennen. Bei einem meisterhaften Startsprung verlor er gleich einmal seine Schwimmbrille. Also auftauchen Brustschwimmen und Brille richten. In der Hektik setzte er sich die Brillen gut gefüllt mit Wasser wieder auf, was einen tollen Aquarium-Rundumblick zur Folge hatte. Also noch einmal stoppen, Brillen ausleeren, aufsetzen und dann endlich richtig los schwimmen ...
Und nach 50 Metern die nächste, kleine Katastrophe: Durch den Zick-Zack-Kurs durch die 5 Bahnen (jede war zwei Mal zu schwimmen) hieß es die Wenden am unteren Beckenende (Rollwende war verboten) jeweils auf die falsche Seite machen. Jetzt sollte man glauben, nach zigtausend Links-Wenden im Training, sollte eine Rechts-Wende auch kein Problem sein. Weit gefehlt! Dank der Macht der Gewohnheit hatte der Weiße Kenianer fast einen "Anreiber" in seinen Gehirnwindungen und brachte sich selbst mit äußerst tollpatschigen Rechts-Wenden immer wieder aus dem Rhythmus. Wie kann nur so deppert sein? Oder sträubte sich der WK nur innerpolitisch gegen die Rechtswende?
Aber abgesehen vom chaotischen Start und den Wende-Knoten im Hirn lief das Schwimmen sehr gut, und der Weiße Kenianer konnte mit kräftigem, langen Zug drei Mitstreiter noch im Becken überholen.
Nach 8 Minuten und 8 Sekunden stieg die Nr. 111 aus den Ternitzer Chlorfluten und eilte zu seinem HN-Schlachtross. Wechsel und Aufsitzen klappte überraschend reibungslos und los ging die Hetzjagd durch eine Ternitzer Wohnsiedlung samt Bremshügel. Nach 500 Meter war sicher der Weiße Kenainer ziemlich sicher, dass er sich bereits verfahren hatte, denn weder Freund noch Feind noch Streckenposten waren irgendwo zu sehen. Aber wie es sich für einen echten Mann gehört, fuhr er einfach felsenfest überzeigt geradeaus weiter - und wirklich schon bald tauchten Streckenposten auf und es ging hinaus auf die Bundestraße bei "gutem Wind" zum Henderl-Einsammeln, dem Lieblingssport des WK auf den HN-Schlachtross.
Da der WK nicht gerade zu den Fliegengewichten unter den Tri-Kriegern gehört, ist er auf flachen, schnellen Kursen mit ordentlich Druck am Pedal gegenüber den verhungerten Lauf-Henderln klar im Vorteil und sammelt sie gerne auf der Radstrecke ein, damit sie ihm dann wenig später wieder um die Ohren laufen.
Etwa ein halbes Dutzend "verspeiste" er auf den schnellen, aber ziemlich verwinkelten 20 Kilometer, und nach 30:53 ging es zum zweiten Mal in die Wechselzone.
Beim Absitzen vom HN-Schlachtross vor der gefürchteten, mächtigen roten Linie kam er mit dem linken Fuß nur sehr schwer aus dem Rad-Schuh, was sofort mit einem kurzen Waden-Krampf "belohnt" wurde.
Auch der zweite Wechsel klappte ohne Probleme und im Laufschritt ging es eine steile Böschung hinauf auf die abschließenden Laufrunde, die es zwei Mal zu absolvieren galt.
Und hier passierte das Unglaubliche. Zum ersten Mal in seiner Triathlon-Karriere fühlte sich der Weiße Kenianer beim Laufen wirklich gut. Nach der Überwindung des Inneren Schweinehundes beim Weglaufen fand er schnell seine Rhythmus und noch ein völliges Novum stellte sich ein. Er konnte das Tempo seiner unmittelbaren Gegner mitgehen und wurde nur vereinzelt von schnelleren Läufern überholt.
Ein neues Hochgefühl nach Jahren der Schmach stellte sich ein. Der Weiße Kenianer war es gewohnt beim Laufen im Wettkampf das Gefühl zu haben zu stehen oder gar rückwärts zu laufen. Das in an die 100 Läufer auf 10 Kilometer überholten war keine Seltenheit - und für die Moral alles andere als Balsam ..
In einem Anflug von Größenwahn entwickelte der WK während des Laufens den Plan zum absoluten Supergau. Er wollte sein Tempo bis Mitte der zweiten Runde halten und dann noch einmal ordentlich auf die Tube drücken. Zauberwort: Negativsplit!
Und wirklich: Nach der ersten Runde (2,5 km) in 10:30 lief er die zweite in 10:05 - gesamt brauchte er 20:35 für die 5 Kilometer, und auch wenn die Strecke sicher nicht zu lang war, erstmals eine Laufzeit für die man sich nicht öffentlich genieren muss.
Mit einer Gesamtzeit von 1:02:28 finishte der Weiße Kenianer glücklich und zufrieden. Und auch wenn er mit dem 35 Gesamtrang und dem 13 Klassenrang das Podest nur von Weitem sah, hatte er seinen ganz persönlichen "Blitzsieg" beim "Blitzkrieg" errungen. Er hatte den inneren Schweinehund besiegt, der Hitze getrotzt und einen wirklich guten Saisonstart hingelegt.
Und wie es sich für einen Dreikampf gehört ist auch der Erfolg zu dritteln. Das erste und größte Drittel gehört dem neuen Profi-Dompteur 2.0 mit seinem GDT-Dompteur-Team, das zweite Drittel gehört Running Willi und das dritte dem WK selbst, der endlich wieder den Spaß am Training und an Schlachten gefunden hat.
Die "Apple-Schlacht um den Stubenbergsee" steht am 8. Juni auf dem Speiseplan und er WK kann es kaum erwarten ...
Hakuna Matata!
Die beiden Kenianischen Jungstars blieben beide deutlich unter der 1-Stunden-Schallmauer und Beni gewann die M-U23 mit Respekt-Abstand. Und die beiden Jungkenianer in Ausbildung schlugen sich ebenfalls sehr tapfer und der Kenianische Ältestenrat berät demnächst über ihre Aufnahme in den erlauchten Kreis der Krieger - Namensvorschläge werden gerne angenommen!
Ternitz, wo das Schlachtfeld für den Saisonauftakt lag, präsentierte sich bei Kaiserwetter und der "Blitzkrieg" drohte unverhofft zur Hitzeschlacht zu werden, nicht unbedingt die besten Vorzeichen für unseren hitzeempfindlichen Krieger mit weicher Birne. Aber an diesem Tag sollte Helios dem Mars nichts anhaben können - sprich der Kriegsgott sollte über den Sonnengott triumphieren ...
Anti-Wende sorgte für Knoten in den Gehirnwindungen
Die "Seeschlacht" fand in Ternitz unter Laborbedingungen statt. So galt es 10 Längen im Zick-Zack-Kurs im 50 Meter Sportbecken zu schwimmen. Durch den Einzelstart mit 30 Sekunden Abstand war im Becken selbst natürlich kein Einschwimmen möglich. So musste das benachbarte Kinderbecken herhalten. Wobei dort Warmschwimmen allerdings relativ war, denn das Wasser war saukalt. Gott sei Dank war das Sportbetten gut geheizt.
Die Startnummer 110 erschien nicht, und so ging die Kenianische 111 eine Minute nach der Startnummer 109 bei freier Bahn ins Rennen. Bei einem meisterhaften Startsprung verlor er gleich einmal seine Schwimmbrille. Also auftauchen Brustschwimmen und Brille richten. In der Hektik setzte er sich die Brillen gut gefüllt mit Wasser wieder auf, was einen tollen Aquarium-Rundumblick zur Folge hatte. Also noch einmal stoppen, Brillen ausleeren, aufsetzen und dann endlich richtig los schwimmen ...
Und nach 50 Metern die nächste, kleine Katastrophe: Durch den Zick-Zack-Kurs durch die 5 Bahnen (jede war zwei Mal zu schwimmen) hieß es die Wenden am unteren Beckenende (Rollwende war verboten) jeweils auf die falsche Seite machen. Jetzt sollte man glauben, nach zigtausend Links-Wenden im Training, sollte eine Rechts-Wende auch kein Problem sein. Weit gefehlt! Dank der Macht der Gewohnheit hatte der Weiße Kenianer fast einen "Anreiber" in seinen Gehirnwindungen und brachte sich selbst mit äußerst tollpatschigen Rechts-Wenden immer wieder aus dem Rhythmus. Wie kann nur so deppert sein? Oder sträubte sich der WK nur innerpolitisch gegen die Rechtswende?
Aber abgesehen vom chaotischen Start und den Wende-Knoten im Hirn lief das Schwimmen sehr gut, und der Weiße Kenianer konnte mit kräftigem, langen Zug drei Mitstreiter noch im Becken überholen.
Nach 8 Minuten und 8 Sekunden stieg die Nr. 111 aus den Ternitzer Chlorfluten und eilte zu seinem HN-Schlachtross. Wechsel und Aufsitzen klappte überraschend reibungslos und los ging die Hetzjagd durch eine Ternitzer Wohnsiedlung samt Bremshügel. Nach 500 Meter war sicher der Weiße Kenainer ziemlich sicher, dass er sich bereits verfahren hatte, denn weder Freund noch Feind noch Streckenposten waren irgendwo zu sehen. Aber wie es sich für einen echten Mann gehört, fuhr er einfach felsenfest überzeigt geradeaus weiter - und wirklich schon bald tauchten Streckenposten auf und es ging hinaus auf die Bundestraße bei "gutem Wind" zum Henderl-Einsammeln, dem Lieblingssport des WK auf den HN-Schlachtross.
Da der WK nicht gerade zu den Fliegengewichten unter den Tri-Kriegern gehört, ist er auf flachen, schnellen Kursen mit ordentlich Druck am Pedal gegenüber den verhungerten Lauf-Henderln klar im Vorteil und sammelt sie gerne auf der Radstrecke ein, damit sie ihm dann wenig später wieder um die Ohren laufen.
Etwa ein halbes Dutzend "verspeiste" er auf den schnellen, aber ziemlich verwinkelten 20 Kilometer, und nach 30:53 ging es zum zweiten Mal in die Wechselzone.
Beim Absitzen vom HN-Schlachtross vor der gefürchteten, mächtigen roten Linie kam er mit dem linken Fuß nur sehr schwer aus dem Rad-Schuh, was sofort mit einem kurzen Waden-Krampf "belohnt" wurde.
Auch der zweite Wechsel klappte ohne Probleme und im Laufschritt ging es eine steile Böschung hinauf auf die abschließenden Laufrunde, die es zwei Mal zu absolvieren galt.
Und hier passierte das Unglaubliche. Zum ersten Mal in seiner Triathlon-Karriere fühlte sich der Weiße Kenianer beim Laufen wirklich gut. Nach der Überwindung des Inneren Schweinehundes beim Weglaufen fand er schnell seine Rhythmus und noch ein völliges Novum stellte sich ein. Er konnte das Tempo seiner unmittelbaren Gegner mitgehen und wurde nur vereinzelt von schnelleren Läufern überholt.
Ein neues Hochgefühl nach Jahren der Schmach stellte sich ein. Der Weiße Kenianer war es gewohnt beim Laufen im Wettkampf das Gefühl zu haben zu stehen oder gar rückwärts zu laufen. Das in an die 100 Läufer auf 10 Kilometer überholten war keine Seltenheit - und für die Moral alles andere als Balsam ..
In einem Anflug von Größenwahn entwickelte der WK während des Laufens den Plan zum absoluten Supergau. Er wollte sein Tempo bis Mitte der zweiten Runde halten und dann noch einmal ordentlich auf die Tube drücken. Zauberwort: Negativsplit!
Und wirklich: Nach der ersten Runde (2,5 km) in 10:30 lief er die zweite in 10:05 - gesamt brauchte er 20:35 für die 5 Kilometer, und auch wenn die Strecke sicher nicht zu lang war, erstmals eine Laufzeit für die man sich nicht öffentlich genieren muss.
Mit einer Gesamtzeit von 1:02:28 finishte der Weiße Kenianer glücklich und zufrieden. Und auch wenn er mit dem 35 Gesamtrang und dem 13 Klassenrang das Podest nur von Weitem sah, hatte er seinen ganz persönlichen "Blitzsieg" beim "Blitzkrieg" errungen. Er hatte den inneren Schweinehund besiegt, der Hitze getrotzt und einen wirklich guten Saisonstart hingelegt.
Und wie es sich für einen Dreikampf gehört ist auch der Erfolg zu dritteln. Das erste und größte Drittel gehört dem neuen Profi-Dompteur 2.0 mit seinem GDT-Dompteur-Team, das zweite Drittel gehört Running Willi und das dritte dem WK selbst, der endlich wieder den Spaß am Training und an Schlachten gefunden hat.
Die "Apple-Schlacht um den Stubenbergsee" steht am 8. Juni auf dem Speiseplan und er WK kann es kaum erwarten ...
Hakuna Matata!
Die beiden Kenianischen Jungstars, der Jungkenianer in Ausbildung 1, der Weiße
Kenianer und der Jungkenianer in Ausbildung 2 (von links).

Hallo WK!
AntwortenLöschenLiest sich wieder einmal perfekt. Ab sofort können sich deine Konkurrenten beim Laufen warm anziehen. Denn dort wirst du jetzt die meiste Zeit aufholen ... ;-)
Run ON!
Willi
Sers Andi!
AntwortenLöschenWOW, gratuliere, hast ja die angepeilten 1:11:11 aber sowas von unterkracht :-) bravo!
mhm mhm, RW-Methode schon mal durchgeschmökert aber nich net wirkli auf an grünen Zweig gekommen....scheint aber wirklich zu funzn.
net vergessen - ein paar Linksdrehungen lockern den hirnkrampf wieder auf ^^
lg
Hugo M.