... bei der "Schlacht um Gösselsdorf" gegen den Roten Kenianer nun bereits zurück. Noch immer weint er sich jeden Abend stundenlang in den unruhigen, von Alpträumen geplagten Schlaf.
Noch immer kann er nicht darüber reden.
Ruhig wurde es um den Roten Kenianer nach seinem großen Erfolg bei der „Schlacht um Gösselsdorf“, wo er das Duell gegen seinen Freund den Weißen Kenianer hauchdünn für sich entscheiden konnte. Alles lief (im wahrsten Sinne des Wortes) für den RK nach Plan, ja der prophezeite Rennverlauf (siehe dazu auch den Post „Die Kriegserklärung des Roten Kenianers“) traf nahezu 1:1 ein.
Und während er mit dem ausgiebigen Lecken seiner triefen Wunden noch immer nicht fertig ist, sind inzwischen schon wieder neue, frische Wunde dazu gekommen. Aber auch darüber kann der Weiße Kenianer noch nicht berichten - das Unaussprechliche ist passiert - eine Schreibblockade.
Doch der Rote Kenianer ist auch im Triumph ein mehr als fairer Feind geblieben, und so ergreift er nun als erster das Wort, bevor der WK ab Morgen - von einem internationalen Psychologenteam betreut - alles Schritt für Schritt hier online aufarbeiten wird.
Also zum Bericht des Roten Kenianers:
Die roten Schattenseiten des Erfolges!Ruhig wurde es um den Roten Kenianer nach seinem großen Erfolg bei der „Schlacht um Gösselsdorf“, wo er das Duell gegen seinen Freund den Weißen Kenianer hauchdünn für sich entscheiden konnte. Alles lief (im wahrsten Sinne des Wortes) für den RK nach Plan, ja der prophezeite Rennverlauf (siehe dazu auch den Post „Die Kriegserklärung des Roten Kenianers“) traf nahezu 1:1 ein.
Statt 50 Hundertstel waren es im Ziel lächerliche 50 Sekunden Vorsprung! Und doch fiel der RK in ein tiefes rotes Loch. Auslöser war der flotte Infanteriemarsch bei dem der RK bei der "Schlacht um Gösselsdorf" wieder einmal an bzw. über seine Grenzen ging.
Top motiviert und lautstark angefeuert von seiner geliebten Roten Kenianerin konnten auch eine offene Ferse nach ca. 1km und ein blutgetränkter Asics Racer im Ziel den RK nicht stoppen. Am Tag danach genoss er noch die Süße des Triumphs, doch dann folgte Tag 2 und alles wurde schlagartig anders. Schmerzen im rechten Fuß zwangen ihn im Urlaub am Ossiacher See kürzer zu treten.
Nur „in der Kürze liegt nicht immer die Würze“, das wissen Kenianerinnen so gut wie Sportler.
Trotz traumhaften Wetters und die Gerlitzen direkt vor Augen war der RK zum Pausieren verdammt. Einmal mit dem Bike und einmal laufend, wollte er die 1200 Höhenmeter erklimmen. Doch daraus wurde nichts. Die Schmerzen wurden eher schlimmer als besser. Was die Rote Kenianerin und die Kinderschar freute, machte den RK unendlich traurig.
Zurück aus dem Urlaub diagnostizierte ein Arzt eine Überbelastung und Entzündung der Sehnen und Muskeln, was bei Läufern öfters vorkommt, und verordnete als Therapie 5 Tage lang Voltaren Schmerztabletten, fleißiges Einschmieren mit DOLO-Menthoneurin Gel, leichtes Ausstreichen und das Schlimmste „RUHE“!
Schon schwer gezeichnet von einer Woche „Nichtstun“ gab es am darauffolgenden Tag einen Lichtblick. Völlig schmerzfrei erwachte der RK und es war sofort klar: „Heute wird trainiert!“ Körperlich so was von erholt fuhr er zweimal zügig übers Madereck.
Wie intelligent diese Aktion war, soll bitte jeder für sich selbst entscheiden.
Am nächsten Tag erwachte der RK wie nach einer durchzechten Nacht. Niedergeschlagen, ein flaues Gefühl im Magen, Dünnsch… und obendrauf noch ein schöner roter (wie sollte es auch anders sein) Hautausschlag am ganzen Oberkörper. Was der RK euch verheimlicht hat ist, dass er ein kleines medizinisches Selbstexperiment mit anderen Schmerztabletten ausprobierte, die es offensichtlich nicht gut mit ihm meinten. Am nächsten Tag, die Schmerzen waren selbstverständlich wieder da, begann der RK mit der ihm tatsächlich verordneten Therapie.
Doch wahrscheinlich war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät denn neben den körperlichen Schmerzen hatte auch bereits der Wahnsinn vom RK Besitz ergriffen. Der RK, der das Schwimmen genau so liebt wie Radfahrer Dopingkontrollen, ist jetzt immer häufiger im Chlortempel anzutreffen und trainiert bereits für die „Schlacht um Gösselsdorf 2014“. Erste Beweisfotos liegen der KPA vor.
Training vor Gösselsdorf 2014 bzw 2034: Der Rote Kenianer Junior
wird vom ehrgeizigen Vater im Kenianischen Chlortempel gedrillt.
Ist der Rote Kenianer überhaupt noch zurechnungsfähig?
Geheimtraining mit Haifisch-Badehaube und Aero-Schwimmnudel.
Das Schlimme ist, dass er auch den Roten Kenianer jun. in seinen verrückten Bann gezogen hat. Das gemeinsame laute Schreien im Chlortempel erinnert schon fast ein bisschen an eine „Teufelsaustreibung“. Vielleicht weiß die Tri-Hexe einen Rat oder der „Sportler-Jammer-Stammtisch“ wird endlich ins Leben gerufen und beschäftigt sich mit diesem hartnäckigen Fall.
Rote Schreitherapie im Kenianischen Chlortempel:
Der Rote Kenianer Junior lernt dabei übers Wasser zu laufen,
da er das Schwimmtalent seines Vaters geerbt hat ...
Lieber Weißer Kenianer, auch wenn die Niederlage von Gösselsdorf noch schmerzt, wende ich mich an dich mit der Bitte um schnelle unbürokratische Hilfe. Ich verspreche dir auch ich werde das nächste Mal beim Laufen, mehr die Landschaft genießen, stehen bleiben und ein paar Fotos schießen.
Dein Freund
Der Rote Kenianer
Lieber Roter Kenianer,
nach langen Gesprächen mit dem Kenianischen Ältestenrat, einer unabhängigen Expertengruppe (niemand weiß wer die waren, aber sie waren unglaublich teuer) und einem internationalen Psychologenteam gibt es nur eine Lösung.
Eine Rot-Weiß-Kenianische Paartherapie!
Die Therapie-Sitzungen müssen mindestens einmal pro Woche stattfinden und besonders erfolgsversprechend wären sie auf der neuen Tartanbahn des Kenianischen Stadions in der Form
einer laufenden Intervall-Therapie wahlweise am Anschlag oder bis zum Umfallen.
Seine eigenen Wunden wird der Weiße Kenianer ab morgen in einer täglichen Schreib-Therapie hier auf der Heimseite ihres Vertrauens aufarbeiten.
Hakuna Matata!
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