Dienstag, 25. Februar 2014

40 Jahre - und endlich geht es bergab!

Sehr ruhig ist es in letzter Zeit um den Weißen Kenianer geworden, und immer lauter wurden Gerüchte von einem still und heimlichen Karriere-Ende, gar von einer Schreib-Blockade oder einer Blog-Allergie …
Läuft der Verkauf seines Erstlingswerkes "Der Weg frisst das Ziel" so ...
… unglaublich gut, dass er seinen Blog wegen "Reichtum" geschlossen hat, oder interessiert das Buch niemanden und er ist dadurch in eine Schaffenskrise geschlittert?

Hat der Weiße Kenianer gar aufgehört Sport zu treiben und Schlachten zu schlagen und gibt es daher nichts zu berichten außer die Verweichlichung des Kriegers und den Anstieg des Körpergewichts ...

Oder hat sicher der Weiße Kenianer nur gezielt auf seine große Midlife-Crisis vorbereitet? Schließlich wurde der alternde Krieger gestern stolze 40 Jahre alt und startet ab sofort in der ehrwürdigen M40.

Des Rätsels Lösung ist eine Mischung aus einem Teil fast aller genannten Punkte. Vor Weihnachten gestaltete sich der Wiedereinstieg ins Training nach der längeren Pause nach der erfolgreichen "Schlacht von Zell am See" wie man auf gut kenia-steirisch sagt äußerst: z-a-c-h!

Vielmehr gelang es dem Weißen Kenianer in nur wenigen Monaten sich von einem austrainierten, kampfeswütigen Krieger in einen faulen, süßigkeitenfressenden Couch-Potato zu verwandeln. Und am Heiligen Abend gab es diesmal eine wirklich schöne Bescherung:
die Waage zeigte 90 kg - womit der Weiße Kenianer sein eignes Allzeithoch einstellte.

Toll, plötzlich zeigt die Waage wieder gleich viele Kilo an, wie vor dem ganzen Sporteln.
Warum dauert es Jahre lang sich von einem Wohlstands-Wappler in einem Krieger zu verwandeln,
und nur wenige Monate sich von einem fitten Triathleten auf einen birnenförmigen Passiv-Sportler mit Schwimmreifen hinaufzufuttern???

Der Weiße Kenianer versuchte es dennoch positiv zu sehen, denn bekanntlich sollte man ja möglich viel Schwung "von oben" holen ...

Mit der moralischen Unterstützung des Comeback Kenianers und unter der professionellen Anleitung des Dompteurs 2.0 von GDT begann der Weiße Kenianer nach Weihnachten das Ruder wieder herum zu reißen und nahm das Training wieder auf. Mehr dazu in Kürze …

Um den überschüssigen Pfunden wieder herr zu werden, beschloss der Weiße Kenianer sich selbst zum 40er einen Sixpack zu schenken. Den Fotobeweis, ob es ihm gelungen ist, wird er in Kürze unter der strengen Aufsicht des Rasenden Kenia Reporters antreten.

Vom Schreiben hatte der Weiße Kenianer nach Erscheinen seines ersten Buches tatsächlich einmal ein wenig die Nase voll, aber mittlerweile juckt es ihm wieder gewaltig in den Fingern, und es gibt auch wieder jede Menge zu berichten - was ab sofort wieder regelmäßig passieren wird.

Das Buch "Der Weg frisst das Ziel" hat bereits im Jänner 2014, 2 Monaten nach erscheinen, die 2000er Marke bei den Verkaufszahlen überschritten und vor allem tolle Rückmeldungen aus ganz Österreich, Deutschland und Schweiz bereiten dem Weißen Kenianer große Freude.
Für Herbst 2014 ist das Kabarett-Programm zum Buch geplant.

Tja und noch zum 40er und zur gefürchteten Midlife-Crisis. Diese erspart man sich als Triathlet ganz einfach, den man steckt schon längsten mitten drinnen. Kabarettist Martin Kosch bezeichnet Triathlon als den Midlife-Crisis-Sport schlechthin, und er dürfte wohl nicht ganz unrecht damit haben.

So war 2013 die M40 erstmals die zahlenstärkste Gruppe bei der "Großen Schlacht um den Buchstabenteich". Sich quälen, seine Grenzen ausloten und das ganze noch auf einem Hightech-Schlachtross - was gibt es Schöneres und Besseres für die männliche Midlife-Crisis?

Und um Martin Kosch zu zitieren:
Triathlon - drei Möglichkeiten vor der eigenen Frau zu flüchten.
3,8 Kilometer Schwimmen - weg von der Frau.
180 Kilometer Radfahren - weg von der Frau.
42 Kilometer Laufen - weg von der Frau.
Und wer wartet dann im Ziel? Die eigenen Frau.
Das ist auch der Grund warum soviele Triathleten im Ziel zusammenbrechen …

Was das betrifft, hat der Weiße Kenianer Glück, denn seine Weiße Kenianerin unterstützt ihn wirklich (fast) immer bei seinem Wahnsinn.

Doch einmal (fast) ganz im Ernst:
Als Tri-Krieger sieht man das Alter wirklich positiver. Nicht nur, dass es körperlich fit, leichter zu ertragen ist. In Hinblick auf die durchschnittliche Lebenserwartung kann man mit 40 davon ausgehen, dass nun die zweite (Lebens-)Hälfte angepfiffen wird. Das heißt die erste - schwierigere - Hälfte hat man bereits hinter sich, wenn man als Krieger denkt.

Dem Weißen Kenianer geht es jedenfalls bei jeder Schlacht und vor allem bei jedem Training so, dass Hälfte 2 stets leichter von der Hand bzw. von den Beinen geht.

Stehen 5 Kilometer Schwimmtraining auf dem Programm, fallen ihm die zweiten 2,5 Kilometer immer leichter. Besonders wirkt sich dieser Effekt bei langen Lauf- und Radeinheiten aus. Die erste Hälfte weg der Kenianischen Homebase kommt ihm oft endlos lange vor. Sobald er umdreht und es in Richtig "Heimat" bzw. "Stall" geht läuft oder radelt es sich meistens wie von selbst. Da fällt im Kopf stets ein Schalter, ab dem Moment ab dem es "bergab" geht.

Jetzt muss der Weiße Kenianer nur mehr diesen "Schalter" im Alltag finden, und dann werden die zweiten 40 Jahre ein einziges Fest. Wobei wirklich vieles dafür spricht, dass die zweite Lebenshälfte leichter wird.

1. Die dritten Zähne bekommt man - im Gegensatz zu den ersten - quasi schmerzfrei.
2. Vor dem "letzten Mal" ist man sicher weniger nervös, als vor dem "ersten Mal".
3. Spätestens in der M100 ist das Hawaii-Limit zu schaffen.
4. Dank Demenz vergisst man die Schmerzen der letzten Schlacht schneller.
5. Im Alter braucht man bekanntlich weniger Schlaf, d. h. man kann mehr trainieren.
6. Man kann Kredite für neue Schlachtrösser aufnehmen und die Schulden mit in Grab nehmen.
7. Eine natürliche Glatze ist aerodynamisch unschlagbar.
8. Alter schützt vor Wahnsinn nicht!

Genau von diesem Wahnsinn wird euch der Weiße - alte - Kenianer ab heute wieder fast täglich berichten, und er hofft, dass ihm seine zahlreichen Leser auch weiterhin die Treue halten.

HAKUNA MATATA!






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