Dienstag, 6. Mai 2014

Weg mir dem Speck oder - ein "Sixpack" zum 40er!

Aufmerksamen Mit-Kriegern, Blog-Lesern und Facebook-Büdl-Schauern ist es nicht entgangen, der Weiße Kenianer war heuer zum Saisonstart bei der "Schlacht um Großsteinbach" nur mehr ein Schatten seiner selbst - allerdings im positiven Sinn, denn leicht und austrainiert wie noch nie …
… nahm er den "Sprint der Schmerzen" in Angriff. Da der Weiße Kenianer mittlerweile viele Anfragen bekommen hat, wie er sich vom Schwergewichtler unter den Tri-Kriegern zum angehenden Hungerturm gemausert hat, möchte er auch sein Rezept nicht vor enthalten.

Soviel vorweg, der Weiße Kenianer bringt noch immer satte 80 kg auf die Waage, also von Fliegengewichten á la Raelert & Co ist er meilenweit entfernt - und das ist auch gut so.
Schließlich will man als Hobby-Sportler im Alltag ja nicht umfallen, wenn man angenießt wird.

Es gibt auch kein Geheimrezept, wie der Weiße Kenianer rund 10 kg seit seinem Höchststand kurz vor Weihnachten abgespeckt hat, und schon gar keine Wunder-Diät.

Diäten hält der WK sowieso für Schwachsinn, egal wie diese auch immer heißen mögen. Aus eigener Erfahrung weiß er nun, dass nur eines Sinn macht - eine langfristige Umstellung der Ernährung und vor allem der Ernährungsgewohnheiten. Der WK wird euch auch keine Ernährungs-Religion aufs Auge drücken, denn er ist überzeugt, dass jeder ganz persönlich herausfinden muss, was ihm gut tut.

Aber der WK teilt gerne seine Erfahrungen mit euch, beschreibt seinen Weg zum optimalen Wettkampf-Gewicht, vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja weiter.

Aber von Anfang an:
Grundsätzlich war der Weiße Kenianer seit der Pubertät der Typ, der fressen konnte was uns soviel wollte, er blieb immer schlank. Mitte 30 änderte sich das fast schlagartig, und es begann langsam aber doch ein kleiner Schwimmreifen um die Leibesmitte zu wachsen. Übrigens mit ein Grund warum der Weiße Kenianer vom Couchpotatoe zum Tri-Krieger wurde …

Als es mit Riesenschritten auf den 40er zuging, halb Ausdauersport alleine auch nicht mehr, und vor allem in der OFF-Saison legte der Weiße Kenianer "Reserven" an.

Und hier der Stufenplan seines Kampfes gegen überflüssiges Gepäck:

1. Sich ein Ziel setzen - möglichst vor Saisonstart

Bisher verfolgte der WK immer die Taktik, dass die Pfunde mit steigenden Trainingsumfang vor Saisonstart schon von selber schwinden würden. Doch mit zunehmendem Alter purzelten die Kilo immer langsamer und der Saisonstart war stets vor Erreichen des optimalen Kampfgewichtes da.

Diesmal setzte sich der WK folgendes Ziel: Er wollte sich selbst zum 40er (den er am 24. 02. 2014 feierte) ein Geschenk machen, und zwar eines das man nirgends kaufen kann: Einen Sixpack!

Gegen ausfallende Haare und im Gegenzug wachsende Nasen- und Nackenhaare im Alter ist man machtlos, aber mit 40 noch einmal das gleiche Gewicht auf die Waage bringen wie mit 18, das war sein  Begehr mit dem er dem Alter ein Schnippchen schlagen wollte.

2. Ernährungsumstellung nach Dr. Feil

Eher zufällig stieß er online auf die Forschungsgruppe Dr. Feil, und vor allem die Dr. Feil Strategie - übersichtlich in einer Pyramide dargestellt - erschien ihm als sehr übersichtlich und einfach anwendbar.

Schon bald war er Liebhaber von Schokolade mit über 80 Prozent Kakaogehalt, halte täglich Frischmilch vom Bauern und reduzierte Süßigkeiten, Kohlenhydrate & Co. Und die Kilos begannen zu purzeln.


3. Abwandlung der 10in2-Methode von Bernhard Ludwig auf 8von24

Von der 10in2-Methode von Bernhard Ludwig hatte der Weiße Kenianer schon viel gehört. Allerdings hielt er diese für Schwachsinn für einen Ausdauersportler. Bei der Methode ist man nur jeden zweiten Tag. Wie sollte man denn bitte an einem "Nullertag" ein vernünftiges, mehrstündiges Training machen können. Der Weiße Kenianer hatte aber das Glück Bernhard Ludwig persönlich zu treffen und sprach ihn bei dieser Gelegenheit auf das Thema an.

Hier der Link zu Bernhard Ludwig und seiner 10in2Methode: 

Der Meister des Seminarkabaretts empfahl dem Weißen Kenianer Folgendes zu versuchen. Jeden Tag nur innerhalb eines 8 Stunden Zeitfensters zu essen und 16 Stunden keine Nahrung zu sich zu nehmen. Dieser Vorschlag deckte sich auch mit dem "8 Stunden Schlemmen-Modus" der "fettschlau abnehmen"-Strategie von Dr. Feil und somit beschloss der WK dies zu versuchen.

Seit nunmehr über 4 Monaten hält sich der WK jetzt an dieses Zeitfenster. Mittagessen zwischen 12 und 14 Uhr und Abendessen zwischen 18 und spätestens 20 Uhr. Nach 20 Uhr nimmt der Weiße Kenianer außer Wasser nichts mehr zu sich. Auch wenn es ihm vor allem anfangs sehr schwer viel auf die nächtlichen Käseleberkäse-Semmeln und Magnum-Mandel auf den Autobahnraststätten am Heimweg zu verzichten.

Damit die Kilo auch wirklich purzelten, beschränkte sich der WK in den ersten Monaten auf nur 2 Mahlzeiten pro Tag. Zu Mittag gab es meistens gesunde Mischkost von der Weißen Kenianerin zubereitet und als Belohnung meistens eine kleine Süßigkeit als Nachspeise. Abend versuchte er soweit es ging die Kohlenhydrate weg zu lassen.

Am positivsten findet der WK allerdings, dass diese Methode auch Sünden und Ausreißer verzeiht, solange sie in dem genannten Zeitfenster passieren. Zwischendurch legte er sogar den einen oder anderen, richtigen Fresstag ein und schlemmte von 12 bis 20 Uhr fast durch. Doch kaum mit negativen Auswirkungen - Schwankungen von 1 bis 2 Kilogramm hat er ohnehin immer wieder.

Am 24. 02. 2014 war es dann soweit, der Rasende Kenia-Reporter bat zum Shooting und der Weiße Kenianer trat den Foto-Beweis an, ob er es tatsächlich geschafft hatte sich zum 40er einen Sixpack zu schenken.

Aber seht am besten selbst:


Der Weiße Kenianer - mittlerweile 40 Jahre alt - schaufelt sich
sein eigenes Grab, aber wenigsten optisch fit wie ein Turnschuh.
Foto © Martin Ropatsch alias der rasende Kenia-Reporter



Der Weiße Kenianer mit seinen Geburtstagsgeschenken:
Einer Friedhofs-Schaufel und einem Sixpack.
Foto © Martin Ropatsch alias der rasende Kenia-Reporter


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen