Dienstag, 13. Januar 2015

Advent, Advent - die Waage brennt!

Nur rund eine Stunde nach dem großen Triumph - vor allem über sich selbst - bei der "Mutter aller Schlachten" am "Buchstabenteich" finishte der Weiße Kenianer am Campingplatz während er das Fussball-WM-Achtelfinalspiel zwischen Holland und Mexiko genoss, bereits ein saftiges Corden Bleu.
Ein Umstand, der in mehrerlei Hinsicht der Anfang von Ende war.

Denn erstens war somit eine lange Phase der kulinarischen Enthaltsamkeit und der gesunden Ernährung jäh zu Ende und eine noch längere Phase der Völlerei nahm seinen Anfang.

Und zweitens war auch die nähere, sportliche Zukunft geklärt und der Weiße Kenianer wechselte schnell vom aktiven Krieger zum - im wahrsten Sinne des Wortes - verbissenen Passiv-Sportler vor der Glotze.

Nun sind ja etwas Völlerei - vorzugsweise während des Passivsportelns - nichts Verwerfliches und eigentlich hatte sich der Weiße Kenianer etwas Urlaub verdient, aber leider blieb es in beiden Fällen nicht bei "etwas" …

Der Weiße Kenianer entwickelte sich in nur wenigen Wochen zurück zum faulen Couch-Potatoe und nach der durchaus vom Dompteur 2.0 verordneten Trainingspause, wurde der Trainingsstart immer wieder hinausgeschoben.

Und die Evolution ist ein Hund, genauer genommen ein teuflisch gemeiner Sauhund, der im inneren Schweinehund zu allem Überfluss auch noch einen kongenialen Partner findet.

Hatte es Monate oder vielmehr Jahre gedauert bis der Weiße Kenianer seinen vorher schlappen Körper halbwegs eisern gestählt hatte, so dauerte es nur wenige Wochen, bis er wieder in alter Muster zurück fiel und auch ganz schön zulegte.

Mit jedem Tag an dem der innere Schweinehund gewinnt, wird dieser stärker - gleich wie sein Opfer, dieses allerdings vor allem um Hüften und Bauch.

In der ach so schönen Advent-Zeit erreichte die Völlerei dann endgültig ihren Höhepunkt und unterm Christbaum fühlte sich der Weiße Kenianer wie der prall gefüllte Truthahn, der bereits am Festtisch auf seine Hinrichtung wartete.

Jedoch hat der Weiße Kenianer mildernde Umstände anzuführen, denn wenn man sich einen so großen Traum erfüllt, ist man einfach nur glücklich und zufrieden, doch mit einem Mal auch ziellos.

Hinzu kommt, dass dem WK nach dem geschafften Ironman jedes Training irgendwie lächerlich vorkommt. So quält sich der Weiße Kenianer zur Zeit bei einstündigen Laufeinheiten mit einem Kilometerschnitt herum, der unter seinem Schnitt beim Marathon in Klagenfurt liegt.

Dafür ist der dicke Krieger um eine Weisheit weiser. Nicht nur vor dem Ironman erscheint einem die Distanz im Training kaum schaffbar, auch bereits wenige Wochen nach dem erfolgreichen Finish ist die "große Schlacht" bereits wieder unfassbar weit entrückt, und man fragt sich - während man mit 6:00/Kilometer durch die Gegen keucht, wie man das am Tag X nur hatte schaffen können.

Der Weiße Kenianer hofft, dass er da kein Einzelfall ist, und würde sich über geteiltes Leid sehr freuen. Wie ist es euch nach euerer ersten "Großen Schlacht" über die volle Distanz gegangen? (Kommentare am Ende des Artikels gewünscht).

Mit einem Mal hat man ganz ungewollt neue Ziele, die allerdings alles andere als erstrebenswert sind:
"Einmal im Leben mehr als 100 kg auf die Waage bringen!", dieser kranke Gedanke huschte dem Weißen Kenianer kurz durch den Kopf als die Badezimmerwaage stolze 91 Kilogramm anzeigte. Zur Info - rund 10 Kilogramm weniger stürzten sich am 29. Juni 2014 in die Fluten des "Buchstabenteiches".

Wunderbar! Höchststand! Der Weiße Kenianer hatte es geschafft, dass er sogar sein Höchstgewicht aus längst vergangenen, unsportlichen Zeiten zu den Weihnachtsfeiertagen übertraf. Herzliche Gratulation! … und auch groß von Herz, Niere und Leber ...

Mit seinem treuen Trainingspartner, dem Comeback Kenianer, hat der Weiße Kenianer aber auch in dieser sprichwörtlich schweren Zeit einen Leidensgenossen und wortwörtlich dicken Freund.

Daher musste der gemeinsame Thermen-Familienurlaub gleich zu Beginn des Jahres 2015 für den so lange hinfälligen Trainingsstart herhalten. Täglich wurde gelaufen und geschwommen, und nur zwei Mal am Tag wurde gegessen - und es half, ein Anfang war gemacht.

Jetzt nach knapp 2 endlich wieder halbwegs konsequenten Trainingswochen sieht die Welt des Weißen Kenianers schon wieder ein wenig anders aus. Mittlerweile beginnt das tägliche Training auch schon wieder Spaß zu machen und die ersten Kilos sind auch bereits brav gepurzelt.

Und es wurden neue größenwahnsinnige Ziele gefunden und gesteckt - dazu mehr in Kürze.
Und der Weiße Kenianer hat sein Training um eine neue Methode erweitert - nähere Infos folgen.
Und der Weiße Kenianer meldet sich auch endlich aus der schreibfaulen Zeit zurück!

Ab sofort gibt es wieder regelmäßig Post(s) vom Weißen Kenianer.

Hakuna Matata!

Hier am Tag X bei der großen Schlacht um den Buchstabenteich
war die Kenianische Welt noch in Ordnung - und der Kenianer
um runde 10 Kilogramm leichter ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen