… Nachdem er sich schon öfter - nicht ganz ohne Neid - darüber wunderte, wenn sich Kenia Krieger darüber ärgerten, wenn sie bei der "Schlacht um den Buchstabenzeit" keine Zeit unter 9 Stunden schafften, muss er sich jetzt einmal selbst bei der Nase nehmen.
Wer diese Krieger waren, die mit einer Zeit knapp über 9 Stunden nicht zufrieden waren?
Der Weiße Kenianer nennt natürlich keine Namen, aber es könnten der Dompteur 1.0 oder der Kenianische Löwe gewesen sein. Zwei Ausnahme-Krieger vor denen der Weiße Kenianer höchsten Respekt hat! Sie sind auch nur Beispiele, denn mehr oder weniger ticken wir alle so, und Sportler im Besonderen.
Die Reaktion ist natürlich auch verständlich und grundsätzlich vorbildlich, denn logischer Weise will sich jeder Krieger immer weiter verbessern und immer noch schneller werden.
Was man dabei allerdings mitunter leicht vergisst, ist das bereits Erreichte zu schätzen und auch zu genießen. Wenn sich der Weiße Kenianer darüber ärgert, dass er beim "Fussmarsch von Graz" nur eine Zeit von 1:44:05 beim Halbmarathon geschafft hat, gilt es doch vielleicht auch einmal einen Blick zurück zu werfen. Denn vor nicht allzu langer Zeit ...
Wie im Buch "Der Weg frisst das Ziel" nachzulesen ist, war es im Sommer 2006 als der Weiße Kenianer, als Zuschauer fasziniert vom 24-Stunden-Lauf in Wörschach, erstmals eine Laufbahn betrat. Bewaffnet mit einer Stoppuhr.
Der Leidensweg in Buchform ...
Das Ziel:
5 Runden, sprich 2 Kilometer so schnell wie möglich zu laufen.
Das Ergebnis:
16 Minuten brauchte er keuchend wie ein Dampfross für die 2 Kilometer.
Aus heutiger Sicht unvorstellbar - schnelles Gehen hätte damals auch gereicht …
Ohne wirklich nennenswerte Vorbereitung und ziemlich planlos, stand der Weiße Kenianer dann am 19. April 2009 am Start des "Fußmarsches von Wien", benötigte für die 21,1 km heroische 2:05:04 und verfehlte, das damalige Ziel unter 2 Stunden zu bleiben, deutlich.
Was regelmäßiges und gezieltes Training ausmacht, zeigte sich dann bereits ein Jahr später am 21. 3. 2010 unter den Fittichen des Dompteurs 1.0 lief der Weiße Kenianer beim "Eisbären Fußmarsch" erstmals sub 2 Stunden - mit 1:40:21 sogar recht deutlich darunter.
2011 stellt er - ebenfalls in Wien - seine bisherige persönliche Bestzeit von 1:39:20 auf.
Und vergangenen Sonntag hätte diese persönliche Bestzeit mit 1:35:00 fallen sollen.
Tat sie aber nicht, da einfach die Umstände nicht passten.
Aber dieser Rückblick ist natürlich nur ein kurzer und er gibt neue Motivation für das nächste Ziel des Weißen Kenianers.
Am 12. 04. 2015 soll in Wien endlich die persönliche Bestzeit fallen, und der Weiße Kenianer träumt sogar von der 1:30:00 Schallmauer - träumen wird man ja noch dürfen.
Sobald der Weiße Kenianer wieder ganz gesund ist, wird er auch fleißig für dieses Ziel trainieren und auf dem Weg nach Wien gilt es auch noch den Weihnachts-Keksen zu trotzen und ein paar Kilo unterwegs zu verlieren.
Natürlich wird der Weiße Kenianer unter den Fittichen des Profi-Dompteurs 2.0 von GDT alles daran setzten die Schallmauer zu durchbrechen, sollte es allerdings nicht gelingen, geht die Welt auch nicht unter! Nicht einmal ein Sack Reis wird in China umfallen ...
Hakuna Matata!

Lieber WK!
AntwortenLöschenWie wahr, wie wahr! :) Und außerdem ist alles relativ .... was für den einen ur langsam, ist für den anderen sehr schnell! Entscheidend ist, den Stellenwert des Hobbies nicht aus den Augen zu verlieren .... sonst ist man ganz schnell nur frustriert! ;)
Liebe Grüße von der anderen Seite der großen Barriere - Herwig
Lieber Herwig,
Löschenweise Worte, denn in der Hitze des Gefechtes und im Streben immer noch schneller und immer noch besser zu werden, verliert man schon einmal das Wesentliche aus den Augen. Den Spaß am Lieblings-Hobby!
glg
WK